Schutzengel – gibt es sie wirklich?

Wenn ich an “Schutzengel” denke, sind die ersten Bilder, die mir in den Sinn kommen, wunderschöne, strahlende, durchscheinende Wesen mit hellem Haar, weichen Zügen, rosigen Wangen und femininen, gefiederten großen Flügeln mit einem Hauch von Anmut. In Hunderten von Kathedralen, Kirchen, Gemälden, Einkaufszentren, Buchläden und Handwerksausstellungen auf der ganzen Welt sind Bilder von Engeln überall zu finden. Ihre bloße Anwesenheit entfacht diese seltsame, spirituelle innere Sehnsucht, die viele von uns in unserer intellektuell technologisch gesteuerten Welt zu entwickeln und zu erklären versuchen. In Europa und anderen Teilen der Welt, wo Religion und Familie in den Gemeinschaften stärker verfestigt sind, die Verstärkung der Religion und die Anregung der Kunst zeigen das Vorherrschen von Engeln und ihre spirituellen Missionen hier auf der Erde. Engel sind uns keine Fremde. Sie sind Boten von Gott, die hier sind, um in Zeiten der Not zu dienen und zu beschützen. Aber gibt es Schutzengel nach allem, was gesagt und getan wird, wirklich? Und wenn sie dies tun, wie begegnen wir diesen göttlichen, himmlischen Wesen? Im Christentum erscheint das Wort “Engel” mehrere hundert Male in der Bibel, wo sie als mächtige Boten und Soldaten mit beängstigenden Kräften dargestellt werden – die Vollstrecker des Willens Gottes . Einige Beispiele finden sich in Genesis, wo die Engel die östlichen Tore von Eden mit blinkenden Schwertern bewachen oder in der Offenbarung, wo sie einen Drachen bekämpfen. Es ist klar, dass die Bibel Engel als “Wächter” darstellt, wie der Engel, der Petrus aus dem Gefängnis befreite. Wenn man mehr über die Geschichte der Engel liest, fallen einem verschiedene Bilder ein – Wächter, Cherubim, Feen-Patinnen, strahlendes weißes Licht und abgeschirmte Beschützer. Auf der anderen Seite können wir, wenn wir die Arbeit von Engeln definieren, zustimmen, dass sie für einen gemeinsamen Zweck da sind – als Beschützer zu handeln, die Trost, Hoffnung und Stärke bieten, wenn wir scheinbar nicht weitermachen können. Aus der Spekulation kann eine Begegnung mit einem ätherischen Wesen eine ähnliche Erfahrung sein wie die einer Mutter oder eines Freundes, die unseren Namen ruft, oder eine leichte Brise, die unsere Wangen berührt und an unseren Schultern vorbeizieht. Für andere kann es die sehr reale, starke Präsenz einer anderen Person sein, die neben uns herläuft und in Reichweite unserer Hand liegt. Nach einer kürzlichen Rezension eines Buches mit dem Titel “The Third Man Factor” war ich wirklich von der Nummer fasziniert von dokumentierten Fällen einer engelhaften Präsenz oder eines “unkörperlichen Wesens”, die denjenigen Hoffnung und Ermutigung geben, die in Krisenzeiten eine letzte Anstrengung unternehmen, um zu überleben. In seinen eigenen Worten versucht John Geiger seinen Lesern zu zeigen, dass es viele, viele Menschen in der Geschichte gibt, die diese mysteriöse, “engelhafte” Kraft in Zeiten extremer Gefahr erlebt haben. Seine erstaunliche Forschung zeigt, dass die Erfahrung einer göttlichen Präsenz unzählige Male in Menschen in widrigen Situationen dokumentiert wurde. Er zielt auch darauf ab, die Wahrscheinlichkeit, dass der “Dritte-Mann-Faktor” auf pure Halluzination oder chronische Müdigkeit zurückzuführen ist, zu vernachlässigen. Dieser faszinierende Dokumentarfilm bietet abenteuerliche Fälle von Kriegsgefangenen, Polarforschern, 9/11-Überlebenden, Fliegern, Astronauten, Tauchern, Bergsteigern und Solo-Seglern. Sie alle teilen ähnliche Geschichten über das Ausbrechen traumatischer Ereignisse und haben die enge, reale Gegenwart eines Schutzengels oder eines Helfers erfahren. Dieser überzeugende Bericht kombiniert die Geschichte und wissenschaftliche Analyse, um dieses Geheimnis des Überlebens zu erklären, während er sich auf eine gründlichere Überprüfung einer tatsächlichen “Gott” Quelle stützt – eine, die für immer ein Geheimnis bleibt, aber ein enger Freund in der Hand. versucht zu zeigen, dass die meisten Menschen an die Existenz von Engeln glauben und dass sie tiefgreifende Auswirkungen auf unser Leben haben können. In einer Umfrage, die 1993 für das Time Magazine durchgeführt wurde, zeigt sich, dass 69 Prozent der Amerikaner Engel als Tatsache akzeptierten und dass 46 Prozent sagten, sie hätten ihren eigenen persönlichen Schutzengel. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass solche Überzeugungen nicht durch das Lesen alter Schriften im “Buch Tobits” oder ausschließlich aus der Bibel entstehen. Stattdessen ziehen die Menschen unaufhörlich auf die Idee von etwas viel Stärkerem außerhalb von sich, das von innen heraus aufgerufen werden kann. Diese Beziehung zu einer unerklärlichen, engelhaften Kraft kann in vielen verschiedenen Formen auftreten; Aber es sind alles lebhafte, sinnliche und persönliche Berichte, die – in den Worten des legendären Bergsteigers Reinhold Messner – “dich aus dem Unmöglichen führen können”. Gibt es also Schutzengel wirklich? Mit einem Samen des Glaubens und eines Gebets wird nur die Zeit sagen.

Anita Magnoli

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